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Internationale Dokumentation Elektroakustischer Musik / (alte Version)
Projektbeschreibung

Links zur Datenbankabfrage (letzter upload 16. August 2019):


Inhaltsverzeichnis:

Anmerkung: FileMaker-relevante Angaben sind rot markiert


Übersicht:

Diese Version der "Internationalen Dokumentation Elektroakustischer Musik" enthält (16.8.2019) Informationen zu:

Publikationen:

Internetauftritt:


Die "Studio-Liste"

(link zur "alten" Suche)

Die statische Datenbank enthält Informationen zu 550 Studios mit Angaben zur Ausstattung (Hardware & Software, Lehre, Personal etc.) sowie eine kurze Geschichte. Auch inzwischen geschlossene, "historische" Studios sind berücksichtigt.
Ein Teil der Studios weist keine detaillierten Angaben auf, auch nicht über die dort produzierten Werke - dies erklärt sich durch seine rein pädagogischen Aufgaben, durch die Gründung in jüngster Zeit, durch nicht vorhandene Informationen.

Eine statische, nicht aktualisierte Studioliste, nach Ländern geordnet finden Sie hier: (Studios-L.html)

Die Namen der Studios erscheinen in ihrer offiziellen, ausführlichen Schreibweise sowie in jener Abkürzung, die aus Platzgründen in der EMDoku-Werkliste verwendet wird bzw. unter der das Studio bekannt ist (z.B. "IRCAM" oder "ZKM").

Die FileMaker-Studio-Datenbank (dieser Link führt zum aktuellen login des EMDoku-Servers) ist übrigens noch nicht vollständig aktualisiert: zur Zeit sind nur 380 Studio-Datensätze vorhanden.
In EMDoku1 erscheinen:


Die Werkliste

(link zur Suche)

Die Werkliste der EMDoku enthält 47.269 Werke von 9.843 Autoren, entstanden in der Zeit zwischen 1901 und 2019 (Stand: 16.08.2019).
Diese Werke gehören zur Kategorie "Elektroakustische Musik" {Abkürzung EM} im Bereich "E-Musik" (≈ GEMA-Definition).
Die "E"-Zuordnung ist nicht eindeutig und auch im Einzelfall nicht überprüfbar.

Definition "Elektroakustische Musik" (EM):

"Musik mit mindestens einem Lautsprecher bzw. Schallwandler ("Musik für mehr als einen Lautsprecher").



(siehe Wiki, DNB, Wiki EMDoku)
(Computermusik, welche ohne Klanggenerierung, bloße Notengenerierung beinhaltet, muss nicht unbedingt für Lautsprecher-Vorführung gemeint sein - so in der Spalte "Art/Function" als "score" z.B. bei einigen Werken von Xenakis vermerkt).

Kategorien der EM

Der Begriff "Elektroakustische Musik" (EM) schließt in der EMDoku1 folgende "Kategorien" ein, für die es international noch keine "Normung" gibt:

In der EMDoku1 werden folgende Kürzel {Auswahl} für die Kategorien der EM verwendet (einige übernommen von H. Davies' RIME {siehe unten}):

AV Audiovisuell / Video   P Performance
B Tanz, moderner Tanz, Ballett   R / Radio radiophon, Radiokunst / Rundfunk
C "Concert" ≈ fixed media, akusmatisch   SA SoundArt, Klangkunst, Klanginstallation, …
F Film   Sn Hintergrundmusik, Ausstellungsmusik
I Intermedia   St Studie
Internet Netzmusik   Th Theater
MTh Musiktheater   TV Television, Fernsehen
O Oper   / oder "¶" Trennungszeichen bei Mehrfachnennung
edu Lehre / Education      

Anzahl der Mitwirkenden

Die Kategorien können mit den Suffixen + und/oder * erweitert werden (gezeigt am Beispiel C ≈ Concert ≈ Tonbandmusik, akusmatische Musik, fixed media…).

Für die Aufführungen von EM ist mindestens eine Person verantwortlich (Tonmeister, Tonregisseur, Klangregisseur, Sounddesigner …);
zu der Anzahl der Mitwirkenden in "ins-standard" (den Instrumentenfamilien) müsste man genaugenommen eine "1" hinzuzählen, um die "wahre" Zahl der Mitwirkenden inkl. Tonmeister anzuzeigen (wird einfacherweise nicht praktiziert).

In der folgenden Tabelle wird die Zahl der Mitwirkenden modifiziert.

C "Concert": Musik für Lautsprecher / von Tonband / Tonträger (CD, DVD, Harddisk, Computer mit Audio-Interface etc.) ,
"fixed media", akusmatisch
Für die Aufführung ist in der Regel eine Person verantwortlich (Tonmeister, Klangregisseur).
C+ Musik für Lautsprecher vom Tonband / Tonträger plus Musikinstrument(e);
in Deutschland hat sich der Begriff "Zuspiel" eingebürgert.
Für die Aufführung sind mindestens zwei Personen verantwortlich: Sounddesigner/Klangregisseur und ein oder mehrere Performer/Musiker/Interpreten/Schauspieler/Mitwirkende.
C* Musik für Lautsprecher mit live-Elektronik bzw. elektr. Instrumente plus Live-Elektronik.
Für die Aufführung sind in der Regel mindestens zwei Personen verantwortlich: Sounddesigner für Computer / Elektronik sowie ein oder mehrere Performer; oft sind Sounddesigner und Performer die selbe Person.
C+* Musik für Lautsprecher vom Tonband (Zuspiel) plus Musikinstrument(e) & Performer plus Live-Elektronik.
Für die Aufführung sind in der Regel mindestens zwei Personen verantwortlich: ein Klangregisseur am Mischpult, der oft auch den Computer bedient, und mindestens ein Performer.

Seit 1983 treten immer mehr Werke auf, die man der "Klangkunst" zurechnet [Soundart "SA"], wobei in der Regel keine verantwortlichen Mitwirkenden live auftreten.
Ebenfalls seit Mitte der 80er Jahre kennen wir die Kategorie "Performance" [P], wo wie bei "C" mindestens ein Sounddesigner und ein oder mehrere Performer verantwortlich sind; die Aufführung macht häufig ein "Composer-Performer" {Wiki Performance: "… Performance …ist… eine situationsbezogene, handlungsbetonte und vergängliche (ephemere) künstlerische Darbietung"}.
Neu ist die Kategorie "edu" (Ausbildung / Education), zu der z.B. auch Bücher mit Klangmedienbeilagen etc. gehören.


Werk-Beispiele
die nach einer Suche ausgegebene HTML-Werkliste zeigt 5 bzw. 19 Felder, importiert aus der relationalen Datenbank EMDoku1:
(Hinweis: Man kann die Ergebnisse in "neuer" und "alter" Darstellung überprüfen über die Links in Beispiel1 bzw. 2)

Feldnr.
Feld
Beispiel 1
search neu castalie
search alt castalie
Beispiel 2
search neu Prometeo
search alt Prometeo
1. * SN (Datensatz-Nummer) 26233 12069
2. * Vorname(n), Nachname(n) Gilles, Gobeil Luigi, Nono
3. * Titel castalie Prometeo - Tragedia dell'ascolto
per solisti vocali e strumentali, coro misto, 4 gruppi strumentali e live electronics
4. * Jahr 2008 1981-85
5. * Typ
(Art / Genre / Function, Kategorie)
siehe "Abbreviations"
C [fixed media, akusmatisch] C+* [Zuspiel, live-elec, 22 perf, 2 groups]
6. Besetzung
siehe Ins.-Abbreviations
  2 S, 2 A, T, 2 Sp, ch, b-fl, db-cl, trbn, 10 mus, ens, 2 conductor
[Sopran, Alt, Tenor, Sprecher, Flöte, Klarinette, Posaune, Musiker, Performer, Ensemble, Chor]
7. Dauer [mm:ss] 10:35 ≈ 133:00
8. Tracks / Lautsprecher / Channels 8+8+8/ WFS / 5.0 12
9. Label (Label-Kürzel) & Nummer  ed. RZ 3006 „Musik für mehr als einen Lautsprecher“/
IMED 15134/
EMI 7243 5 55209 2/
WWE 2SACD 20605 col legno
10. Studio PS C.
TU Berlin
Experimentalstudio für Akustische Kunst Freiburg,
CSC Padova
LIMB Venezia
11. Bemerkungen, Comments Akusmonium + Klangdom + WFS Massimo Cacciari (Text); 2 versions.
12. Commission (Auftraggeber) Inventionen 2008 Biennale di Venezia
13. Premiere Datum 31.7.2008 25.9.1984
25.9.1985
14. Premiere Ort Berlin, TU-Hauptgebäude WellenFeld La Biennale di Venezia, Chiesa di San Lorenzo
Stabilimento Ansaldo, Milano
15. Prize
  • Mention Bourges 2009, catégorie œuvre d'esthétique à programme
  • 1. Prize at „Black & White“ Porto (Portugal)
 
16. Verlag / Edition Ricordi 133786
17. TUlib (vorhanden im TU-Archiv); boolsche Angabe x x
18. aufgeführt bei Inventionen 2008 2000
19. URL http://www.electrocd.com/bio.e/gobeil_gi.html http://www.luiginono.it/de/luigi-nono/opere/prometeo-tragedia-dell-ascolto

*

mit "*" gekennzeichnet: essentielle Felder; sie werden nach der Suche im Format "kurz" gelistet; im Ausgabeformat "ausführlich" werden alle 19 Feldinhalte tabellarisch gezeigt.

Die FileMaker-Datenbank EMDoku1

Generelle Informationen zu FileMaker-Pro und der Struktur der EMDoku1 siehe "Einführung".

Das Meta-Daten-Feld "Besetzung" ≈ "instrumentation" wurde 2016-2017 komplex umgestaltet (siehe Abbreviations / Normung der Besetzung), um Performer (= Menschen) von Geräten / Equipment / Computern etc. zu trennen. Ziel ist es, eine möglichst genaue Anzahl von mitwirkenden Menschen "auf der Bühne" zu erfahren.
Eine komplexe Texterkennung berechnet dazu die Zugehörigkeit zu der "normierten" bzw. "standardisierten" Instrumenten-Familie und listet sie in normierter Reihenfolge.
Es verbleiben allerdings Unklarheiten für allgemeine bzw. nicht präzise Begriffe wie "elec", "com", "synt" etc.: man erfährt oft nicht, ob zusätzliche Performer oder die genannten Musiker selbst die Synthesizer/Computer spielen/bedienen/nutzen. Ebenso unklar ist die Besetzungszahl von "Gruppen" (Ensemble, Chor, Orchester).

EMDoku1 weist über die oben in den Beispielen angeführten Felder hinaus weitere Metadaten-Felder und Massendatenfelder sowie unzählige Verwaltungs- und Berechnungsfelder auf (man beachte, dass in den verschiedenen Layouts nur ein Teil dieser Felder sichtbar ist; das betrifft vor allem das Gast-Layout "all info net" {login ohne PW}):

Weitere, teilweise bereits integrierte Angaben zur Archivierung und Dokumentation:

 


Abkürzungen

Eine Zusammenstellung der verwendeten Abkürzungen kann man in Abbreviations bzw. Instrumenten-Abkürzungen nachschlagen.
Diese Abkürzungen sind aus der Englischen Sprache hergeleitet, sie wurden teilweise vom "Elektronischen Musik Katalog" RIME von Hugh Davies (siehe unten) übernommen:

Abbreviations / Abkürzungen:


Statistiken

Besetzungs-Statistik: 9.116 Werke mit mindestens 20 Auftritten, angzeigt als "genormte" Besetzung (≈ Instrumenten-Gruppen)

Man erkennt die Dominaz des Klaviers, gefolgt von solistischem Schlagzeug, Flöte, Performer, Stimme sowie der "Gruppe" Ensemble (sind mit mehr als je 400 Werken vertreten);
die häufigste Duo-Besetzung besteht aus Klavier und Schalgzeug;
siehe auch "Instrument-Statistik.html": dort finden Sie


Jahres-Statistik zu 43.000 Werken, entstanden zwischen 1950 und 2019

Hinweis: von insgesamt 46.065 Werken haben 2.723 Werke keine Jahresangabe; 292 Werke entstanden vor 1950;
wegen der geringen Aktivität von 1901 bis 1949 beschränkt sich die Statistik in folgender Grafik auf die Zeit von 1950 bis 2019:

Jahres-Statistik


Labelliste

In 3 Frames sind alle in der Werkliste vorkommenden Medien (Platten, CDs, DVDs etc., Stand Mitte 2016) tabellarisch organisiert:

Die relativ riesige Tabelle im Haupt-Frame beinhaltet eine enorme Werkanzahl in einem einzigen File, sodass man bequem mit den Werkzeugen des Browsers nach Labeln, Namen bzw. Titeln suchen kann.
Die aufgeführten Titel sind teilweise nicht identisch mit dem entsprechenden Datensatz der Werkliste, z.B. wenn es sich um gekürzte Fassungen oder Teilveröffentlichungen handelt.


Zur Vorgeschichte der Dokumentation

Die vorliegende Sammlung von Daten zur Elektroakustischen Musik "EMDoku" entwickelte sich über viele Jahre hinweg:


Chronologie der Quellen

 

Der historische Teil (40er bis 80er Jahre des 20. Jahrhundert) ist ziemlich vollständig dokumentiert. Dies betrifft besonders einzelne Komponisten, über die bereits umfangreiche Recherchen vorliegen (z.B. Ernest Berk, Boris Blacher, Michael Hirsch, Roland Kayn, Josef Anton Riedl, Oskar Sala sowie die Mitglieder der degem), oder Komponisten, die selbst immer wieder ihre neuen Werke eingepflegt haben.

Die EMDoku soll durch die Resonanz beim Leser und Anwender und mit Hilfe der Buch-Publikationen weiterhin verbessert, erweitert und vervollständigt werden.
Vielen Dank für jede Unterstützung!

Wenn Sie Fragen, Vorschläge, Ergänzungen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an: info at emdoku dot de

letzte Änderung 16.8.2019 (FH)